Zu Besuch beim 'Hundeflüsterer' in Zazenhausen |
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Eigentlich hatte ich mir eine "Hundepension" viel lebhafter mit bellenden und herumtollenden Hunden vorgestellt. Aber es ist angenehm still als mich der Besitzer Andreas Maier am Eingangstor abholt. In dem kleinen Büro liegen seine eigenen Hunde Australian Shephard "Lieschen" und Pit Bull "Mausi" ganz entspannt auf ihren Decken. Sie heben nur kurz den Kopf um den Besucher zu mustern und stören sich anscheinend nicht weiter an mir. Ein Pensionsgast im Nachbarzimmer schnüffelt interessiert durch die Glasscheibe. Er erwartet die Rückkehr seiner Besitzer die ihn um diese Uhrzeit normalerweise immer aus der Hunde-pension wieder abholen. Neben Hundepsychologe und Verhaltenstherapeut Andreas Maier steht auch die zweite Hundetrainerin Beate Kieselmann bei unserem Gespräch Frage und Antwort. Schnell kommen wir auf die Themen Erziehung, Ausbildung und Therapie zu sprechen. An das Welpenalter sollte sich bei Hunden zuerst die Erziehung anschließen. Die Hunde lernen dabei ein "Regelwerk" einzuhalten um sie fit für den Alltag zu machen und ihnen ihren Platz in der Rangfolge zuzuweisen, d.h. sie haben sich dem Menschen anzuschließen. Dieses wird in der Hundeschule, übrigens der einzigen genehmigten Hunde- schule und Hundepension in Stuttgart, durch Welpen-, Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse vermittelt. Ist ein Hund durch seine Erziehung gefestigt, kann eine Ausbildung folgen. Das Team der Hundeschule bietet dazu im Einzeltraining verschiedenste Ausbildungen vom Begleithund, über Wach- und Jagdhund bis zu Filmhund an. Maiers eigene Hunde "Lieschen" und "Mausi" stehen z.B. für Film- und Foto-aufnahmen in ganz Deutschland zur Verfügung. Sie erlernen schnell die geforderten Aufgaben und "Lieschen" hatte bereits dadurch einen Auftritt in der SWR Sendereihe "SOKO Schutzengel". Wer mit seinem vierbeinigen Liebling lieber an Hundesport teilnehmen möchte, benötigt keine der oben genannten Spezial-ausbildungen. Er beschäftigt sich zusammen mit seinem Hund und im Team mit Gleichgesinnten in verschiedenen Hunde- sportarten. Beim "Agility" geht es darum, einen Hindernissparcour in schnellster Zeit, fehlerfrei auf Zuweisung des Besitzers zu bewältigen. Hier sind Konzentration und Kondition von Hund und Besitzer gleichermassen gefordert. Bei "Flyball" kommt ein ballverrückter und springfreudiger Hund voll auf seine Kosten. Er muss einen Ball aportieren und zusätzlich eine Reihe von Hürden überspringen. Anstrengend für Herrchen und Frauchen ist auch "DiscDogging" bei der die Hunde eine geworfene Frisbeescheibe fangen und aportieren. Bei "Obedience" werden Sie vom deutschen Vizemeister 2005 persönlich eingewiesen. Auf Deutsch "Gehorsam" nennt sich diese aus England stammende Sportart der Premiumklasse. Früher nahmen Hunde im Schutzhunde- bzw. Turniersport teil. Heute wird allerdings sehr viel wissenschaftlicher gearbeitet. Grundlage bei der Ausführung dieser Sportart sind Genauig- keit und Sauberkeit der einzelnen Anforderungen. Durch stetige Wiederholung wird die Ausführung der Kommandos perfektioniert. Bei diesem Sport erkennen Sie was wirklich in Ihnen und Ihrem Hund steckt. "Der Hund spiegelt die Seele des Menschen wieder!" Leider sind nicht alle Vierbeiner "lachende Hunde". Daher gehört auch die Therapie verhaltensauffälliger Hunde zum Aufgaben-bereich der "4-Pfoten". Die einfache Bezeichnung Verhaltens-störung trifft in den wenigsten Fällen tatsächlich zu. Beim Großteil der betroffenen Hunde handelt es sich hierbei um arttypische, lediglich in unerwünschte Richtungen entwickelte Verhaltensweisen. Solche Verhaltensweisen wurden großteils noch vom Rudelkumpan Mensch in der Entwicklungsphase des betroffenen Tieres unbewusst gefördert. "Selbst dann siegt noch die Bequemlichkeit des Menschen, indem er sich erste Hilfe durch Kastration, Medikation oder sogar Abgabe oder Einschläferung des Hundes erhofft. Ein Hund verlangt nach hierarchischer und nicht demokratischer Führung um sich verstanden zu fühlen und sich anschließen zu wollen." Wer nun meint bei solchen Hunden mit roher Gewalt ans Werk gehen zu müssen, macht alles noch viel schlimmer. Wer aber meint mit besonders viel Aufmerksamkeit und Zuwendung das Problem beheben zu können, irrt ebenfalls und treibt das Messer damit noch tiefer in die Wunde. |
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Ausschließlich Fachwissen, Vorsehung und Erfahrung im Umgang und der Therapie mit solchen Hunden ist die Lösung. Fotos von einer Gruppenstunde (Baustellenbesuch) |
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Qualifikation Andreas Maier:
Qualifikation Beate Kieselmann:
Angebotene Leistungen:
Kontakt und weitere Infos
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Stand: 04.2006
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