"OPTICAL - 25 Jahre OPTICAL-Figurenbühne
in Bildern und Berichten"
Vorwort zum Jubiläumsbuch
Bernhard Wöller und Crista Oeffler-Wöller sind die Optical-Figurenbühne.
Gerät man „unvorbereitet" in ihre „Silver Show" oder
in die „Blue Light
Show", kommt man nicht so leicht auf
die Idee, daß man im Puppentheater ist.
In vielen ihrer Programme bringen sie
Elemente, die nicht zum klassischen
Repertoire des Puppen- bzw. Figurentheaters gehören: Da bewegen
sich geometrische Formen zu Musik und Geräuschen, vieles wird
in Bildern erzählt,
Sprache sparsam verwendet.

Das Schlußbild aus "Narcis und Tulipan"
Die Lust am Zuschauen wäre recht bald
erschöpft, wenn nicht dieser Lichtzauber hinzukäme, auf den
am besten ein
Wort früherer Jahre zu passen scheint: „psychedelisch". Auch das könnte
nur geringe Zeit fesseln, wenn nicht . . .
Was passiert da eigentlich ? Man gerät
leicht ins Träumen, schreckt auf und
sieht etwas, das man schon kennt. Assoziationsketten kommen in Gang,
neue
Filme spulen ab. Die Wahrnehmung
pendelt hin und her zwischen innerer
Empfindung und der Ebene des Verstandes. So ähnlich ist es mir
ergangen
als ich vor vielen Jahren zum ersten
Mal die "Silver Show" sah.
„Und wie hat es Dir gefallen ?" fragte ich meine
Freundin hinterher. „Ich
finde, das ist total erotisch." - „ Wie bitte ? ...
naja, da ist schon
was dran, aber ich würde es nicht
so ausdrücken."
Für mich sind wichtige Hinweise auf
gutes Theater,
- wenn der Intellekt auf neue,
ungewohnte Art angeregt wird,
- wenn das Spiel fähig ist zu bezaubern und
- wenn es bei den Zuschauern
unterschiedliche Empfindungen
auslöst, die zu neuen Bildern
und Taten animieren.
Davon ist bei OPTICAL viel zu finden.
Bernhard und Crista sind als Figurentheatermacher ein ideales Gespann.
Als
Ehepaar und Arbeitsteam sind sie „unschlagbar", denn sie
bringen alles mit,
was für diesen Beruf erforderlich ist :
Die Kreativität der Künstler, die Findigkeit von Technikern
und Tüftlern, Präsenz, Standhaftigkeit und Zuverlässigkeit
guter Handwerksmeister und ein
Stück Zauberei im Gewand aus schwarzem Samt.

"Die Moritat vom Paradies " - eine 15-min.-Nummer in der Technik des Schwarzen Theaters
Mit diesem Buch legen die OPTICALS
eine Dokumentation ihres Schaffens
aus fünfundzwanzig Jahren Bühnenarbeit vor - Schaffen in
der Bedeutung
von „erschaffen", aber auch von „schaffe-schaffe",
denn ein großer Teil ist
handwerkliches Können, ist Ausdauer
und Fleiß. Für mich ist dieses Werk ein
Blätter-, Schau- und Lesebuch, bei dem
mir das schöne unterhaltsame Spiel in
den Sinn kommt „Was wäre, wenn. .." Also, wenn ich zwanzig wär und würde
den beiden begegnen - ich wollte auch
so was werden.
OPTICAL ist nicht nur ein Bühnenname, es ist eine Lebenseinstellung.
Der Begriff steht für den Beruf, den
sich die beiden „auf den Leib geschneidert" haben und den
es damit nur ein
einziges mal gibt. Sie füllen ihn aus als
Berufung und gehen damit einen Weg
im Sinne von „Werde, was du bist, und wachse über dich hinaus."
Wilfried Nold, Frankfurt/M., Juni 1996
Das Repertoire der Figurenbühne
Für Kinder ab 3 Jahren sind drei besonders fröhliche
Stücke:
-
„Stips bei Opa Staps"
ein Spiel ums Verkleiden, Verwandeln und Wünschen mit vielen Kinderliedern
-
„Tiere, Teddys und mein Stips"
ein neuer Besuch von Stips bei Opa Staps, mit Tierfiguren und ein wenig
Zauberei
Für Kinder ab 4 Jahren sind die Märchen:
-
„Die Silberprinzessin"
eine phantastische Märchenpantomime, gespielt mit Marionetten in der
Technik des Schwarzen Theaters, mit viel Musik
-
„Aschenputtel"
das Märchen der Brüder Grimm, gespielt mit Tischfiguren, mit
viel Sprache und ein wenig Musik
-
„Das tapfere Schneiderlein"
dieses Märchen der Brüder Grimm ist das Lieblingsmärchen
vieler Kinder
-
„Die kleine Seejungfrau"
das wunderschöne Märchen von Hans-Christian Andersen, inszeniert
mit einem aufwendigen Bühnenbild und eigens dafür komponierter
Musik
Für Jugendliche und Erwachsene:
Für Galas und Bunte Abende haben wir eine 15-Minuten-Show
in der Technik des Schwarzen Theaters:
Die OPTICAL-Figurenbühne ist ein Tournee-Theater.
Sie reisen also zu jedem Veranstalter, der ein Publikum, einen geeigneten
Saal und ein bißchen Geld zur Verfügung hat.